Im Herbst 2020 finden Kommunalwahlen in NRW statt. Ich trete an, um als parteiloser Kandidat Bürgermeister der Stadt Meerbusch zu werden und bitte um Ihr Vertrauen. Meine Kandidatur wird von Bündnis 90/ Die Grünen Meerbusch unterstützt.

Über den Kandidaten

Ich bin verheiratet, habe zwei Söhne und lebe in Meerbusch-Nierst. Mehr schlecht als recht spiele ich Fußball bei den Alten Herren des Adler Nierst, nur unwesentlich besser agiere ich auf dem Tennisplatz. Auf´s Skateboard stelle ich mich erst wieder, wenn der Skatepark in Strümp eingeweiht wird.

An der Universität Duisburg-Essen habe ich Politikwissenschaft, Geschichte und Öffentliches Recht studiert. Nach meinem Abschluss 2008 arbeitete ich dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft. Neben der Lehre und Forschung war ich als Politikberater tätig.

Von 2013 bis 2016 arbeitete ich als PR-Berater und beschäftigte mich hauptsächlich mit der Bürgerbeteiligung im Rahmen von Planfeststellungsverfahren.

Seit 2017 arbeite ich als Pressesprecher bei der Deutschen Bahn AG.

Ich wurde 1982 in Pasewalk (Mecklenburg-Vorpommern) geboren und wuchs in Neubrandenburg auf.

Hat der Kandidat auch Positionen?

Ja, die habe ich. Auch eine Haltung. Aber bevor ich aufzähle was mir wichtig ist, fangen wir doch damit an, was Ihnen wichtig ist! In den nächsten Monaten gibt es doch sicherlich die Gelegenheit ins Gespräch zu kommen. Schreiben Sie mir, rufen Sie mich an oder laden Sie mich ein. Ich werde Ihnen Rede und Antwort stehen und dann entscheiden Sie, ob es passt.

Wo wir besser werden müssen

Ich stehe für eine stärkere Berücksichtigung von Interessen der Meerbuscherinnen und Meerbuscher. Gestaltung vor Ort von und mit den Bürgerinnen und Bürgern ist mein Anspruch. Es ist doch die Stadt, die das tägliche Leben vor Ort mitgestaltet.  

Deshalb die Frage: Wie wollen wir in Meerbusch leben? Und was können Politik und Verwaltung tun, um das Leben für die Bürgerinnen und Bürger besser zu machen, ohne die Eigenverantwortung des Einzelnen außen vor zu lassen? Was müssen wir machen, um den Anforderungen der Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden. 

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das ist eine Binsenweisheit. Doch was kann auf kommunaler Ebene getan werden, um dieses Ziel zu erreichen? 

Ein bedarfsgerechtes Angebot an Kinderbetreuungsplätzen muss sich an den Bedürfnissen der Kinder und Eltern orientieren. Überbelegung und provisorische Einrichtungen werden weder den Kindern noch den Erzieherinnen und Erziehern gerecht. Dabei spielen nicht nur Betreuungsmöglichkeiten in den Ferien oder in Notfällen eine wichtige Rolle. Stärker als bisher müssen die Belange berufstätiger Eltern berücksichtigt werden.

Ebenso gehört die qualitative Verbesserung der pädagogischen Betreuung im offenen Ganztag dazu.  Hier muss das Angebot besser werden. Hier müssen wir in Meerbusch noch besser werden!

Wie wollen wir leben? Bedeutet auch: Welche Grenzen des Wachstums in Meerbusch wollen wir uns setzen?

Meerbusch wächst! Die Bevölkerungsstruktur hat sich in den letzten Jahren verändert und damit auch der Anspruch der Bürgerinnen und Bürger. In Folge dessen sind auch die Antworten auf die Frage wie wir leben wollen diverser geworden. Dieser Entwicklung müssen wir Rechnung tragen.

Flächen für Wohnraumentwicklung sind nicht endlos verfügbar. Trotzdem müssen wir dem steigenden Bedarf an Wohnraum gerecht werden und das zu bezahlbaren Preisen, ohne den Anspruch an eine umweltverträgliche Stadtentwicklung aufzugeben. Es gibt schon jetzt innovative Konzepte, nicht nur auf dem Papier, sondern im ganzen Land. Ich glaube, wir müssen mehr über den Tellerrand schauen.

Was bedeutet das für Verkehr und Klima?

Mehr Einwohnerinnen und Einwohner müssen nicht zwangsläufig zu mehr Verkehr führen! Ich setze mich für eine Integrierte Stadt- und Verkehrsplanung ein. Konkret heißt das beispielsweise: Eine bessere Vernetzung der verschiedenen Verkehrsträger, eine Steuerung der Verkehrsströme in den Ortsteilen und eine Verbesserung des ÖPNV. Ziel muss es sein, die Belastung durch den Verkehr – Lärm ebenso wie Schadstoffemissionen – zu reduzieren. Damit meine ich insbesondere den LKW-Verkehr.

Ein kommunales Klimaschutzkonzept muss die langfristigen Ziele der Stadt Meerbusch berücksichtigen. Dazu braucht es nicht nur die Unterstützung der Politik, sondern auch der Bürgerinnen und Bürger, der Verbände und Vereine, der verschiedensten Einrichtungen und der lokalen Wirtschaft, kurzum der gesamten Stadtgesellschaft! Bei der Entwicklung von Klimaschutzmaßnahmen spielt die Bürgerbeteiligung eine entscheidende Rolle. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir stärker als bisher die formelle und informelle Bürgerbeteiligung nutzen, das wir Informations- und Beratungsangebote schaffen und ausbauen um Bürgerinnen und Bürger zu eigenverantwortlichem Handeln motivieren und über konkrete Handlungsmöglichkeiten informieren.

Warum ein parteiloser Kandidat?

Ich glaube, es braucht keinen grünen, gelben, roten oder schwarzen Bürgermeister, sondern einen fairen Bürgermeister, der alle Fraktionen im Stadtrat gleich behandelt und mit den Parteien um die besten Ideen und Lösungen ringt. Und, ganz offensichtlich bedarf es gerade in diesen Zeiten einen Vermittler zwischen Parteien und den Menschen.

Wie Parteien funktionieren weiß ich nicht nur theoretisch. Ich bin mit 18 Jahren in die SPD eingetreten und wieder gegangen. Später dann war ich Mitglied der CDU. Ich habe in beiden Parteien tolle Leute kennengelernt, die sich mit Herzblut engagieren. Ich möchte weder die Zeit, noch die Menschen missen. Aber: Parteien verändern sich, verschieben ihre Positionen, Menschen verändern sich, hinterfragen ihre Werte. Und irgendwann weiß man dann, dass es nicht mehr passt.

Ich glaube an Parteien, und ich glaube auch, dass es wichtig ist, sich in Parteien zu engagieren. Ich glaube aber nicht, dass ein politisches Amt an eine lebenslange Mitgliedschaft in einer Partei gebunden sein sollte. Ich will es deutlich sagen: Als Parteienverächter werden Sie in mir keinen Verbündeten haben, dann bin ich nicht Ihr Kandidat.

Glauben Sie aber daran, dass Parteien auch von außen einen Anstoß brauchen, um wieder das Vertrauen der Leute zu gewinnen, dann bin ich Ihr Kandidat.

Herzlichst,
Ihr Marcel Winter.